EBA entgangen. Wie ich das gemacht habe? Schlafen, bis die Zeit kaum noch reicht, in's Bad sprinten und schnell fertig machen. Parfüm drauf, Kaffee runterkippen, aus der Wohnung flüchten. Keine 2 Minuten später eine Nachricht: "Du hast dich aber eingenebelt, das ganze Treppenhaus riecht nach dir!".
Woher weiß mein Mitbewohner, nach was ich rieche? Gut, wir kennen uns schon lange, aber in dem Haus gibt es ja auch noch 5 andere Parteien..
Heute Morgen 56,7. Mist mist mist. Wie hatte ich es eigentlich jemals geschafft (welch' Melodramatik, war ja erst Sonntagmorgen) 55,1 kg zu wiegen?
Gestern war ich mit meinem Vater noch kurz im Laden, in dem wir früher, als ich noch zuhause gewohnt habe immer samstags zusammen einkaufen waren. Es war so schön, so schön wie früher. Da ist mir aufgefallen, dass ich für solche Momente lebe. Nostalgie, gemischt mit Glück und Endorphinen, so getränkt von süßen, bekannten Gerüchen und Eindrücken, dass mir fast die Nase wegbrennt und Tränen aufsteigen. Aber doch irgendwie positiv.
Naja, es gibt eigentlich nicht viel zu erzählen. Mein selbstgebackenes Brot kommt so gut an, dass ich heute schon wieder ein neues machen muss. Gut eigentlich, oder?
Jedenfalls hatte ich in dem Laden für den EBA eingekauft. Heute geplant. Geht das wieder los, Lebensmittel horten und verstecken, rumlügen. Hab ich eigentlich so gar keine Lust drauf..
Habe die Tiefkühlsachen dann hinter den anderen Dingen versteckt, als die anderen auf dem Balkon waren. Die normalen Dinge lagern in meinem Zimmer in einer Kiste und der Käse unter anderen Sachen im Kühlschrank, hoffentlich isst mir den niemand weg..
So blöd es ist, es ist ein gutes Gefühl alles da zu haben. Beruhigend. Lässt mich nachts entspannter einschlafen. Bin nicht mehr verkrampft und verspannt. Es hat sich auch gar nicht nach blödem einkaufen angefühlt. Die Kassiererin kennt mich und meinen Vater, ist nett und höflich und hat nicht einen kritischen Blick auf mich oder meine Einkäufe verschwendet. Kenne das anders von den blöden Discountern.. Blöde Sprüche waren ja eigentlich schon an der Tagesordnung und man kannte das eigentlich normalgewichtige Mädchen, was sich ja anscheinend nur von ungesunden Dingen ernährt.
Neidische, stichelnde Sprüche. Aber so war das gut, hat zwar mehr gekostet, ist mir das positive Gefühl nach dem Einkaufen aber allemal wert.
Es ist jedenfalls aufgeschoben. Auf.. irgendwann. Irgendwann, wenn der Druck zu viel wird und ich Erlösung brauche. Irgendwann..
So sehr ich dir das beruhigende Gefühl gönne, dass es dir verleiht, die Lbenesmittel da zu haben... Dieses Gefühl ist trügerisch. Es ist einer der (vielen, vielen...) Gründe, warum es so schwer ist, von diesem Verhalten weg zu kommen.
AntwortenLöschenBitte versteh mich nicht falch, ich möchte dich nicht kritisieren. Ich wünsche dir einfach nur, dass du die Beruhigung und das Sicherheitsgefühl aus anderen Quellen gewinnen kannst.