Dienstag, 24. September 2013

Wir laufen die verschneiten Straßen unserer Stadt entlang. Es ist frostig, ich muss aufpassen nicht auszurutschen und mein Atem wird wie eine große Nebelschwade vor mir sichtbar. Wir laufen Hand in Hand, in meinen Handschuhen herrscht eine gute Temperatur, aber die Nasenspitzen sind rot und eiskalt. Die Sternen-Lichterkränze hängen schon überall und mich überkommt ein wahnsinnig warmes Gefühl von Heimat. Wie hatte ich jemals von hier weggewollt? Hier habe ich alles was ich brauche.
Als wir bei ihm ankommen, schlägt uns ein Schwall Wärme entgegen.
"Ich hab den Kamin schon angefeuert." Das Feuer und die gute Stimmung wärmen mich von Innen ganz schnell wieder auf. Ich packe die Plätzchen aus, die ich ohne zu Naschen gebacken habe und selbst trinke ich Tee aus meiner Thermosflasche. Die letzten Schneekristalle auf meinem Schal und meiner Mütze schmelzen zu runden Wassertropfen und trocknen schließlich schnell in der Nähe des Feuers.
 Ich kann mich in meiner Lieblingsjeans im Schneidersitz hinsetzen ohne dass sie spannt. Daran wäre diesen Sommer noch nicht zu denken gewesen. Meine drei Paar Socken halten meine Füße warm und der Rauch der Shisha befeuchtet die Luft im Raum.
Später, als ich mit ihm unter meinen zwei Decken mit Wärmflasche im Bett liege, im Einklang mit mir sage ich zu ihm "Ich bin froh, dass ich mir dieses Jahr keine Ausrede für das alljährliche Weihnachtsessen mit der Praxis einfallen lassen muss." Er lächelt und wir schlafen ein, bis wir am nächsten Morgen aus dem Fenster eine frisch eingeschneite Straße blicken..

Ich liebe Winter. Und ich bete so sehr dafür, dass es dieses Jahr früh schneit und an Weihnachten schon knackig kalt wird.. Ihr auch? <3


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